Ein bisschen Pinterest, ein bisschen Flohmarkt und das lokal und ganz sozial – fertig ist Stuffle. Das Start-Up Stuffle (Stuff + Sale) ist der Flohmarkt fürs Smartphone und soll die Lust am Spontankauf in der Umgebung wecken. Das Versprechen: “Mit Stuffle wirst du in Nullkommanix deine Sachen los und entdeckst tolle Angebote in deiner Nähe.” Stuffle gibt es nicht im Netz, sondern bisher nur als iOS-App. Die App wurde unter der Leitung von Florian Holzhauer als Head of Engineering zusammen mit Widgetlabs in Köln entwickelt. Hinter dem Projekt steckt der Hamburger Inkubator Digital Pioneers, für den u.a. Nico Lumma und Heiko Hubertz (Bigpoint) verantwortlich zeichnen.
Schnell mal etwas stufflen
App herunterladen und via Facebook-Connect anmelden (anders geht es nicht), schon kann man durch Angebote in der Umgebung stöbern und selbst Produkte einstellen. Nach Entfernung sortiert, der eigene Standort muss dafür natürlich freigegeben werden, findet man alles, was entweder auf dem Dachboden oder bei eBay landen würde. Kein Suche nach Produkten, keine aufwendigen Beschreibungen. Stuffle heißt angucken, Kontakt aufnehmen, kaufen. Wem der Preis zu hoch ist, kann aber auch noch feilschen – ganz wie auf dem sonntäglichen Flohmarkt ums Eck. Statt langer Formulare, Datenerfassung und rechtssicherer Verkaufsklausel heißt es bei Stuffle nur: Foto machen, Kurzbeschreibung rein und dann Angebot einstellen. Das alles passt auf eine Bildschirmseite des iPhones.
Wie groß ist das Angebot von Stuffle?
In der Hamburger Innenstadt findet man durchaus ein paar Produkte, ein bunte Mischung aus Notebooks, Computerteilen und Büchern, eben wie auf einem Flohmarkt. In einem Umkreis von drei Kilometern sind es immerhin 13 Angebote. Wer auf der grünen Wiese wohnt, wird den Radius sicher weiter ziehen müssen.
Stuffle vereint gleich ein ganzes Bündel von Funktionen, die in den letzten Monaten Erfolgsgaranten waren: es ist mobil, funktioniert lokal über Geodaten, es lädt zum Stöbern ein und sieht auch noch schön aus. Die Erfolgschancen für die App, aber auch für die Nutzern sind in Großstädten sicher am größten und in Sachen Reichweite ist Stuffle dem eigenen Garagenflohmarkt jetzt schon ebenbürtig.
Update, 25.05.12
Drei Wochen nach Launch der App hat Stuffle 12.000 Downloads aus dem App Store zu vermelden. Immerhin 200 Verkäufe sollen seitdem zustande gekommen sein.