Seit heute – und ziemlich versteckt auf der Seite Facebook Site Governance – können Nutzer des Netzwerks über einen neuen Vorschlag der Nutzungsbedingungen abstimmen. Verbindlich ist dieses Votum nur dann, wenn innerhalb von sieben Tagen etwa 250 Millionen (30 Prozent) der Facebook-Nutzer bzw. -Accounts zur virtuellen Urne schreiten. Wenn die Nutzer die Abstimmung überhaupt finden, müssen sie sich durch Texte arbeiten, die mehrere zehntausend Zeichen haben und da Facebook bisher die Abstimmung zwar nicht verheimlicht, aber auch nicht massiv, etwa beim Log-in, bewirbt, ist es einigermaßen utopisch derart hohe Beteiligungsraten zu erzielen, findet auch Richard Gutjahr, der den Wiener Datenschutz-Aktivisten Max Schrems dazu interviewt. Beteiligen sich weniger als 30 Prozent der Nutzer, bleibt die Abstimmung “konsultativ”.
» Direkt zur Abstimmung über die neuen Facebook-Nutzungsbedingungen
Update, 8.6.12
Nach einer Woche wurde das Ziel 30 Prozent der Nutzer zum Wählen zu bringen mehr als knapp verfehlt – gerade einmal 0,03 der Nutzer stimmten ab, also nur etwa 280.000 Personen statt 250 Millionen.
Anmerkung: In der ersten Version des Beitrags hieß es “mindestens 270 Millionen Nutzer müssen voten.” Tatsächlich hat Facebook aber weltweit “nur” etwa 830 Millionen Nutzer, es sind also rund 250 Millionen.
[...] ohne Wähler: Facebook stellte neue Nutzungsbedingungen zur Wahl und forderte 30 Prozent Nutzerbeteiligung für ei…. Gleichzeit tat man aber wenig dafür dieses Ziel zu erreichen, zumal es nur eine Woche Zeit gab. [...]