Eine App für zwei: Pair ist für Paare

Privatsphäreeinstellungen, Freundeslisten, Social-Log-in: für Pair alles kein Problem. Denn die Social-App kann nur zwei Nutzer miteinander verbinden, sie ist das kleinstdenkbare Social Network.

Klingt ehrlich gesagt ziemlich beknackt. Beim ersten Lesen der App-Beschreibung habe ich spontan ausgeschlossen, Pair jemals zu verwenden. Aber kostet ja nichts, also herunterladen. Statt Facebook-Log-in oder sonstigem Social-Media-Firlefanz benötigt Pair eine hauseigene Anmeldung mit Namen und E-Mail-Adresse. Dann kann man ein Foto von sich schießen und genau eine Person einladen – Pair ist für Paare. Foto von sich selbst schießen, oder später aus der Bibliothek auswählen. Dann fordert Pair zur Aufnahme eines Einladungsvideos auf. Das war mir dann doch ein bisschen zu albern, schließlich sitzt meine Frau neben mir auf der Couch. Danach E-Mail-Adresse des Partners eingeben und hoffen, dass dieser sich auch paaren will. Und man mag es kaum glauben, bereits zehn Minuten später kam die erste Push-Nachricht: “Angelique is thinking of you.” Romantik pur.

Was kann Pair?
Im Kern ist Pair ein Chatsystem, dass das Versenden von Fotos, Videos und des eigenen Standortes ermöglich. Aber es bietet ein paar nette Spielereien, die bei den Verliebten dieser Welt möglicherweise gut ankommen. Allen voran der “Thumbkiss”: Wenn beide gleichzeitig das Display berühren, bringt die virtuelle Fingerberührung den Bildschirm zum Leuchten. Zudem bietet eine Krizzelfläche von Notizen oder kleinen Bildchen. Aber auch das Praktische haben die Entwickler nicht ganz außer Acht gelassen: eine gemeinsame Aufgabenverwaltung ist eingebaut, es gibt eine Erinnerungsfunktion für Geburst- und Jahrestage und mit einem Klick landet man im FaceTime-Videochat. Was fehlt: ein gemeinsamer Kalender oder eine Sync-Funktion zu einem Google-Kalender.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Fazit: Wer braucht Pair?
Keine Empfänger auswählen, keine Kreise verwalten: Nachrichten in Pair landen immer bei der richtigen Person. Das ist praktisch und man muss sich nicht mit Sicherheits- und Privatsphäreeinstellungen herumplagen. Pair ersetzt den Messenger und schafft am Ende ein nettes Tagebuch von zwei Menschen, die nicht nur digital verbunden sind. Man kann auch ohne, aber ausprobieren lohnt sich. Und im Notfall gibt es irgendwo ganz unten in  den Einstellungen auch den “Unpair”-Schalter.

Pair ist kostenlos im iTunes Store und bei Google play erhältlich. 

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