
Wenn die Napster-Gründer Sean Parker und Shawn Fanning ein neues Angebot ankündigen, ist die Aufmerksamkeit naturgemäß groß. Mit Airtime stellen die Amerikaner einen Videochat vor, der verschiedene Angebot vereinen soll. Das Peer-to-Peer-Angebot verbindet zu Facebook-Freunden und fremden Personen, die gemeinsame Interessen haben. Es bietet auch die Möglichkeit Videos zu tauschen und gemeinsam zu schauen, eine Funktion die auch Google+ mit Hangouts im Portfolio hat. Die Verbindung zu Facebook soll zum einem dem Jugendschutz genüge tun und gleichzeitig die Anzahl männlicher Geschlechtsteile im Bild signifikant reduzieren, ein Problem das vom geistigen Vorbild Chatroulette nie gelöst wurde. Ein Bewertungssystem stuft Nutzer herab, die vom Gegenüber schnell weggeklickt werden.
Wer in Facebook online ist, ist dies automatisch auch in Airtime. Freunde können eingeladen werden oder man baut eine Verbindung zu einem Unbekannten auf. Über die bei Facebook hinterlegten Interessen, die auch in Airtime anpassbar sind, sollen passende Chatpartner gefunden werden. Geplant sind neben dem gemeinsamen Videogucken auch Spiele und Drittanbieter-Apps, die auf Airtime aufsetzen.
Airtime nutzt den Social Graph von Facebook, was dem Dienst einen schnellen Reichweitenaufbau ermöglichen könnte, ein Vorteil gegenüber einer Stand-Alone-Lösung aber auch gegenüber Google+. Ansonsten ist Airtime eigentlich nichts Neues, Videochat mit Freunden und Unbekannten bieten verschiedene Angebote. Die Verbindung zu Facebook und die Tatsache, dass das Angebot rein webbasiert ist, stellt eine gewisse Besonderheit dar. Apps für mobile Chats auf der Android- und iOS-Plattform sind bereits angekündigt. Auch Erweiterungen wie Gruppenchats oder reine Broadcasting-Sessions sollen kommen.
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