StudiVZ ist tot – die zweite Chance?

Es ist die Rede von “Befreiungsschlag” und “neuen Optionen”, doch eigentlich ist die Ankündigung der Holtzbrinck-Gruppe nur ein Sterben auf Raten. Das dahinsiechende VZ-Netzwerk mit MeinVZ, StudiVZ und SchülerVZ kam in der letzten AGOF-Runde nicht einmal mehr auf vier Millionen Unique User (siehe Bild), vor einem Jahr waren es immerhin noch zehn Millionen gewesen. Nun versucht man es mit einer Umfirmierung: das Gesamtunternehmen heißt in Zukunft Poolworks, SchülerVZ soll im vierten Quartal 2012 als Idpool.de Funktionalitäten rund um den Austausch von Interessen und Fähigkeiten bekommen. Ob man bis dahin noch Nutzer hat, die sich darüber freuen – zweifelhaft.

StudiVZ ist zumindest Geschichte, auch wenn man es noch technisch am Leben lässt, es wird demnächst verschwinden. Marcel Weiss nennt es des “Abschluss eines selbstverschuldeten, kolossalen konzeptionellen Versagens” – egal unter welchem Namen der Facebook-Klon zu Grabe getragen wird. Und noch eine kleine Anekdote am Rande: Die Seite wannstirbtstudivz.com, die das statistische Ende von StudiVZ versuchte zu prognostizieren, wird inzwischen auf ein Buch bei Amazon umgelenkt – einen Ratgeber für insolvente Unternehmen mit Titel “Die zweite Chance”

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